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	<title>El Lupos &#34;Wirtschaft für uns&#34;</title>
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	<description>Eine Wirtschaft für uns fördert Permanenz, Freiheit, Gerechtigkeit und Gemeinschaft.</description>
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		<title>Werbung statt Wahrheit, und Ethik &#8211; wenn es profitabel ist!</title>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 15:26:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ellupo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feststellungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässlich des &#8222;Sozial- und Umweltforum 2010&#8243; in St. Gallen (SUFO) wurde von &#8222;Wirtschaft für Uns&#8220; der Workshop Nummer 56, &#8222;Werbung statt Wahrheit, und Ethik &#8211; wenn es profitabel ist!&#8220; durchgeführt. Die Folien können unter dem Link Werbung statt Wahrheit und Ethik heruntergeladen werden und unter Einhaltung der CC-Lizenzbedingungen (siehe hier) frei verwendet werden.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ellupo.wordpress.com&amp;blog=4154502&amp;post=347&amp;subd=ellupo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich des &#8222;Sozial- und Umweltforum 2010&#8243; in St. Gallen (SUFO) wurde von &#8222;Wirtschaft für Uns&#8220; der Workshop Nummer 56, &#8222;Werbung statt Wahrheit, und Ethik &#8211; wenn es profitabel ist!&#8220; durchgeführt.</p>
<p>Die Folien können unter dem Link <a href="http://ellupo.files.wordpress.com/2010/05/werbung-statt-wahrheit-und-ethik.ppt">Werbung statt Wahrheit und Ethik</a> heruntergeladen werden und unter Einhaltung der CC-Lizenzbedingungen (siehe <a href="http://ellupo.wordpress.com/cc-lizenz/">hier</a>) frei verwendet werden.</p>
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		<title>Der Zauberlehrling und seine Wirtschaft</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 07:11:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ellupo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feststellungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Zauberlehrling und seine Wirtschaft Trotz Finanzkrise – wir haben keine Probleme, uns fehlt nur der Mut Konsequenzen zu ziehen. &#160; Von Gerold Lauper. Oktober 2009, Betriebswissenschafter und Dipl. Ing. ETH. ELLUPO.WORDPRESS.COM. Die Frage von grundlegender Bedeutung ist dejenige nach dem Grund, weshalb wir einen Markt, eine Wirtschaft für uns aufgebaut haben. Was bewegt uns, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ellupo.wordpress.com&amp;blog=4154502&amp;post=313&amp;subd=ellupo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Zauberlehrling und seine Wirtschaft</strong></p>
<p>Trotz Finanzkrise – wir haben keine Probleme, uns fehlt nur der Mut Konsequenzen zu ziehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Von Gerold Lauper. Oktober 2009, Betriebswissenschafter und Dipl. Ing. ETH. ELLUPO.WORDPRESS.COM.</p>
<p>Die Frage von grundlegender Bedeutung ist dejenige nach dem Grund, weshalb wir einen Markt, eine Wirtschaft für uns aufgebaut haben. Was <strong>bewegt uns</strong>, und haben wir die gewünschten <strong>Ziele</strong> erreicht?</p>
<p>Sicher, zuerst müssen wir unsere Grundbedürfnisse sichern. Sobald wir aber frei sind, wenn unser Bestehen, wenigstens für den Moment, gesichert scheint, dann bewegt uns der Wunsch, diese Sicherheit zu erhalten <strong>und frei zu werden, um</strong> <strong>für das tätig sein zu können, was einem selbst wichtig erscheint</strong>. Diese Freiheit zu <strong>vergrössern, dies treibt uns an</strong>.</p>
<p>Aus diesem Grund haben wir den Pflug erfunden, kamen wir auf die Idee, einen Ochsen davor zu spannen und schliesslich Maschinen die Arbeit verrichten zu lassen.</p>
<p>Wir sind kreativ, unermüdlich kreativ, weil es uns erfüllt, unsere Möglichkeiten in dieser Welt zu erkunden, weil es uns zum ganzen Menschen macht und, weil wir spüren, dass diese Kreativität uns genau jene Freiheit gibt, die noch mehr Kreativität ermöglicht.</p>
<p>Deshalb muss uns niemand zu Kreativität antreiben oder zwingen, wie dies einige unter uns meinen. Nein, es liegt in unserer tiefsten Natur, innovativ zu sein, über das notwendige Mass hinaus uns jeden Tag einzusetzen, weil die Früchte dieses Tuns <strong>Überschüsse</strong> produzieren, die am Ende weniger Arbeit von uns abverlangen, die uns diese leichter machen und gleichzeitig dabei mehr Produkte erzeugt werden. Diese Überschüsse produzieren also wieder mehr Freiheit und dies bewegt uns.</p>
<p>Aus dieser Kreativität heraus haben wir eine arbeitsteilige Wirtschaft aufgebaut, die ein phantastisches Mass an Produkten und Dienstleistungen hervor bringt. Diese Wirtschaft bedurfte eines Rahmens, einer Ordnung, um unser aller Kraft gebündelt auf unsere <strong>Ziele</strong> ausrichten zu können.</p>
<p>Der Wirtschaftsrahmen besteht aus einer Reihe von Spielregeln, abgeleitet aus unseren Erfahrungen im Kleinen und in der Vergangenheit. Die Regeln gleichen den meisten von uns einem undurchdringbaren Dickicht von Zusammenhängen und Abhängigkeiten. Die meisten von uns machen lieber einen grossen Bogen darum herum und wenden sich von dem antreiben, was ganz klar hilfreich und sinnvoll ist; Kreativität und Überschüsse.</p>
<p>Aber diese Spielregeln wurden zum Zauberspruch des Zauberlehrlings. Einmal ausgesprochen, konnten wir Zeuge werden von einer Eigendynamik, die zuerst einmal das phantastische Mass an Produktivität hervorbrachte und uns prinzipiell von allem Mangel erlöste.</p>
<p>Heute aber sind wir als Individuen und Gemeinschaften zu blossen Zuschauern eines Spiels geworden, dessen Regeln uns alle zu sicheren Verlierern werden lassen. Denn der intuitiv von allen Menschen erwartete positive Kreislauf „Kreativiät – Überschüsse – mehr Freiheit und Kreativität“ findet nicht statt, <strong>unser Ziel ist nicht erreicht.</strong></p>
<p><strong>Diese Wirtschaft ist gar nicht für uns!</strong></p>
<p>Stattdessen zaubern die Spielregeln einen negativen Kreislauf „Kreativität – Überschüsse – Akkumulation von Eigentum“ hervor und wie der Frosch im heissen Wasser, der gar nicht merkt, dass das Wasser allmählich zu kochen beginnt, merken wir gar nicht, wie uns geschieht.</p>
<p>Trotz gegenteiliger Behauptungen von Wirtschaftsweisen, die sich im Gestrüpp von Wirtschaftsregeln und dieses unterstützenden heute geltenden Rechts verstecken, sprechen Zahlen ein klare Sprache.</p>
<p>Ja, wir waren kreativ! Unsere reale Wirtschaft wuchs in den letzten Jahrzenten gewaltig und hat ihren Ausstoss bei jährlichen Wachstumsraten von 3% alle 27 Jahre verdoppelt. Man kann sich nun einfach ausmalen, wieviel Freiheit, wieviele Möglichkeiten für den einzelnen hieraus eigentlich entstehen <strong>müssten</strong>.</p>
<p>Fakt ist aber, dass sich der Anteil, den der Einzelne am gemeinsam Geleisteten (Brutto-Inlandprodukt, BIP) hat, also seine Möglichkeit Nutzen aus der eigenen Kreativität zu ziehen, in den letzten 50 Jahren ständig verkleinert hat. So ist (am Beispiel der BRD)</p>
<ul>
<li>der Anteil der Entlöhnung von über 70 % auf unter 60 % gefallen, und dies bei immer mehr Lohnabhängigen.</li>
<li>der Staatsanteil von etwa 10 % auf 2 % gefallen</li>
<li>der Anteil, den wir für Soziales beiseite legen von 17 % auf 14 % gefallen</li>
<li>ABER der Anteil, der für Eigentum (Kapital) als Zinsen zu zahlen ist, von über 2 % auf fast 25 % gestiegen.</li>
</ul>
<p>Die bestehenden Spielregeln, von uns allen angeblich demokratisch für gut geheissen (wurden wir etwa nicht richtig informiert?), führen dazu, dass von uns allen erarbeitete Überschüsse nicht in Nutzen für uns alle, sondern in noch mehr Eigentum für wenige umgewandelt werden. Dieses Eigentum (wir reden hier nicht von Eigentum, das der Sicherung eines sorglosen Auskommens von Einzelnen und Familien dient, wie zum Beispiel das von der Oma geerbte Häuschen etc.) hat nur einen einzigen Zweck: nämlich die Erzielung von Einkommen ohne Arbeit. Dass dies eine Tatsache ist, zeigen wieder Zahlen:</p>
<p>Mittlerweile ist die Schweiz, trotz aller mythischen Verklärung, eines der feudalistischsten Länder im sogenannten freien Westen. Bei uns besitzt etwa 1% der Bevölkerung 71% ([‎1]) von allem, was man besitzen kann. Was tut dieses Eigentum? Es eignet sich mit Gewinnen, die den Mitarbeitern vorenthalten werden, also mit abgeschöpften Überschüssen, immer mehr Eigentum an, das wieder fürs Abschöpfen, diesmal von Zinsen und Pacht, missbraucht wird. Dieses leistungslose Einkommen wird dezent versteckt eingesackt, diese Zinsen sind nämlich in den Preisen der Güter und Dienstleistungen versteckt und betragen ebenfalls phantastische 30-41% ([‎7]).</p>
<p>Zinsen zahlen zu müssen ist im Prinzip nicht problematisch. Es motiviert, zur Verfügung gestellte Vorleistungen effizient zu nutzen. Wenn diese Zinserträge allen zu Gute kommen würden, man diese z.B. als Steuererleichterung gleichmässig auf alle Haushalte verteilen würde, dann wäre allen gedient.</p>
<p>Nun führen die Spielregeln aber zu einer gänzlich anderen Situation. So wurde untersucht und festgestellt, dass 85% aller Haushalte netto Zinszahler sind und nur die oberen und bestverdienenden 15% Zinsgewinnler sind. Also fliessen alle Zinsen netto nur den reichsten Haushalten zu. Dieser Effekt saugt alle Überschüsse staubsaugergleich zu den wenigen Eignern hoch, was zur bereits erwähnten feudalen Situation führt, in der der einzelne immer weniger für seine Arbeit bekommt und sich in der Isolation des Wettkampfs um die notwendigerweise weniger werdenden Arbeitsplätze ([‎9]) einer Gesellschaft gegenüber sieht, die als Lösung ledigich die Verschärfung des Wettbewerbs und die Ausgrenzung der Verlierer zu sehen scheint.</p>
<p>Das grundlegende Prinzip unserer Wirtschaft ist eben die Profitmaximierung. Und dieses Ziel deckt sich, trotz gegenteiliger Behauptungen, nicht mit dem Ziel maximaler Freiheit und Sicherheit für den Einzelnen, wie aus den oben aufgeführten Fakten leicht zu erkennen ist. Und nichts hat Bestand – gar nichts, neben einem obersten Ziel, auch wenn dies zum Beispiel ethisch motivierte Menschen nicht glauben wollen.</p>
<p><strong>Die Eigendynamik der Wirtschaft</strong></p>
<p>In vieler Hinsicht gleicht unsere Wirtschaft der Situtation, in der sich der Zauberlehrling aus Goethes Gedicht unversehens befand. Wie die vielen Besen, so treiben die Unternehmen robotergleich ihr Unwesen, darauf programmiert, kurzfristige Gewinne zu erzielen, die übrigens noch auf die phantastischen 30-41% Zinsen in den Preisen draufgeschlagen werden. Egal was man diesen Unternehmen sagt, wozu man sie bittet, oder sie im Namen der Ethik oder von Gott anfleht, sie müssen tun, wozu sie programmiert sind: Gewinn.</p>
<p>Natürlich produzieren Unternehmen nützliche Produkte und Dienstleistungen, und Jobs. Aber unter dem Kalkül der geltenden Regeln sind die Unternehmen gnadenlos dazu gezwungen, immer­fort dasselbe stereotype Ver­halten an den Tag zu legen: So wenig wie möglich für benötigte Ressourcen bezahlen und die Kosten auf andere abwälzen, seien es die Lohn­empfänger, die Steuerzahler, zukün­ftige Generationen oder die Natur und Umwelt.</p>
<p>Dies passiert täglich, automatisch und in einer solch unglaublichen Grössenordnung, dass deren Macht durch nichts zu stoppen ist.</p>
<p>Dies alles ist lange schon bekannt. Was neu ist, ist dass diese Entwicklung nun tatsächlich bedrohlich geworden ist. Dies in zweierlei Hinsicht:</p>
<p>Zum einen führte die permanente Aneignung der Überschüsse der täglichen Arbeit durch die Eigentümer mittlerweile zu einer Akkumulation von renten- und zinsenbringendem rechtlich verbrieftem Eigentum von noch nie dagewesenem Ausmass. Die zu zahlenden versteckten Zinsen haben eine solche Grössenordnung erreicht, dass man von Sklaverei sprechen muss. Im Mittelalter hat man vom Zehnten gesprochen, heute gibt man 3 bis 4 mal einen Zehnten an die versteckten Lehensherren ab und dann ist da noch der Staat, der ja auch noch was braucht. Fakt ist, dass wir mehrere Monate pro Jahr arbeiten, ohne dass uns ein müder Franken zu Gute kommt. Wir alle spüren, dass etwas nicht in Ordnung ist und schauen staunend auf staatliche Rettungsversuche für grosse Banken und Unternehmen und fragen uns, was dies alles mit unserem Glück, dem Glück derjenigen 85% der Bevölkerung, die rein gar nichts an Zinsen einnehmen können, zu tun haben soll. Ja richtig, eigentlich nichts. Der Staat nimmt weiteres Geld auf, rettet die Vermögen auf der Passivseite der Bankenbilanzen und damit der oberen 5% der Bevölkerung und wir zahlen die Zinsen als Steuern ([‎4]).</p>
<p>Wir alle handeln, vielleicht weil wir es nicht besser wissen, genauso wie die Unternehmen in diesem Spiel, wie geistlose Roboter. Wir haben Angst und denken, dass wir unsere Arbeitsplätze erhalten müssten, um unser Auskommen zu sichern. Aber die Logik des Spiels verlangt, dass Arbeitsplätze aufgehoben werden; sie sind am Schluss im Wettbewerb immer zu teuer. So finden wir uns in einem Notverhalten wieder, bei dem jeder gegen jeden kämpft und nennen dies Wettbewerb. Ein Wettbewerb ist aber nur gut, wenn er sportlich ist und der Verlierer nicht in seiner Existenz bedroht ist.</p>
<p>Was auch neu ist, ist zum anderen die Tatsache, dass dieses, aus Sicht der Firmen notwendige Externalisieren oder Abwälzen von Kosten, nun einen Grad erreicht hat, der die biologische Integrität unseres Planeten aufs Äusserste gefährdet ([‎10]). Jedes Unternehmen wird im Wettstreit um Marktanteile, insbesondere in der heutigen Situation von gesättigten Märkten, seine Kosten senken müssen, um bestehen zu können. Die Kombination des Arguments Erhaltung von Arbeitsplätzen und der Gier der Eigner führt zur vollständigen Verblendung. Wie der Zauberlehrling, so glauben wir, noch mehr Zaubersprüche der gleichen Art könnten das Problem lösen. So giessen wir in den alten lecken Eimer einfach immer mehr Wasser, versuchen sinnervollerweise schwindende Arbeitsplätze durch noch mehr wirtschaftliche (Hyper-) Aktivität, mehr Wirtschaftswachstum, mehr Produkte, mehr Exporte etc. zu erhalten. Aber was versuchen wir da zu erhalten? Brauchen wir denn wirklich bezahlte Jobs, oder brauchen wir nicht vielmehr ein sicheres Auskommen?</p>
<p>Wer hat wohl ein Interesse daran, dass uns dies die Medien, Politik und Kirche vorgaukeln und uns in dieser irrigen Vorstellung gefangen belassen?</p>
<p><strong>Die verblüffende Un-Gleichung</strong></p>
<p>Es gibt eine Vielzahl von wirtschaftlichen Zusammenhängen, die man mit zum Teil höchst komplizierten Formeln zu erfassen versucht. Einer dieser Zusammenhänge ist aber erstaunlich einfach und für jeden nachvollziehbar. Und da gerade dieser Zusammenhang die Wurzel unserer Misere klar zu Tage treten lässt, soll er hier dargelegt werden. Es ist der Zusammenhang zwischen den Kosten einer Unternehmung und den Preisen ([‎5]).</p>
<p>Fasst man alle Kosten einer Unternehmung zur Leistungs­erstellung als Löhne auf, was eine zulässige Darstellung ist, da Materialkosten, Investitionen und Steuern wiederum in Lohnzahlungen münden und Ressourcen der Natur, wie Energie und Rohstoffe, letztenendes, wenn sie nicht angeeignet wurden, von der Natur ohne Entgeld zur Verfügung gestellt werden, so kann man für jedes Unternehmen schreiben</p>
<p>Lohn + Gewinn = Menge * Preis</p>
<p>Da dies für jedes Unternehmen gilt, bedeutet dies, dass gilt:</p>
<p>Lohn ist kleiner als Menge * Preis</p>
<p>Dies heisst gesamtwirtschaftlich, dass die insgesamt ausbezahlten Löhne nie hoch genug sind, um den Markt leer zu räumen, also alle Produkte und Dienstleistungen zu kaufen. Dies ist erschütternd für uns alle, aber sehr zum Vorteil der oberen 15%. Denn, um dennoch alles kaufen zu können, was wir selbst hergestellt haben, gilt:</p>
<p>Lohn + Neuverschuldung = Menge * Preis</p>
<p>Dies stellt sicher, dass die von Wenigen als Vermögen angehäuften Gewinne auch tatsächlich Zinsen abwerfen und sich weiter vergrössern und damit die Macht, alle Anderen für sich arbeiten zu lassen.</p>
<p>Die Geldmenge ist auf diese Art, durch diesen Verschuldungs­mecha­nismus, so unglaublich gewachsen, dass sie sich im Durchschnitt alle 7-8 Jahre verdoppelt hat. Wobei die Zunahme praktisch ausschliesslich, wie oben schon erläutert, ins Eigentum der obersten 1% gelangt ist.</p>
<p>Diese exponentielle Zunahme der Vermögen auf der Passivseite der Bankenbilanzen geht einigermassen gut, solange die reale Wirtschaft stark wächst und damit Profite zur Bezahlung der Zinsen verspricht. Bei gesättigten Märkten und nicht mehr zunehmender, privat durch Kredite geschöpfter, Geldmenge, können aber immer mehr Marktteilnehmer ihre Zinsen nicht mehr bezahlen. Konkurse setzen ein, Kredite werden marode, Entlassungen setzen ein, die Konjunktur gerät mehr ins Stocken, die Aktienkurse brechen ein und die durch Aktienkursgewinne auf der Aktivaseite der Banken ausgeglichenen schlechten Kredite reissen nun endgültig Löcher in die Bilanzen der Banken &#8211; und zur Rettung kauft der Staat die maroden Kredite mit Geld, das er nicht hat, und wofür er wieder Zinsen und wir Steuern bezahlen müssen.</p>
<p>Dieser Teufelskreislauf ist nicht gottgewollt, sondern ist ein bewusst am Leben erhaltenes konzeptionell fehlerhaftes Wirtschaftssystem, denn die Zeit der Konkurswellen ist Weihnachten für die Eigner. Für &#8216;nen Appel und &#8216;nen Ei kann man sich nun noch die Rosinen zusammenkaufen.</p>
<p><strong>Wir wollen ein Auskommen &#8211; und nicht Arbeit!</strong></p>
<p>Quer durch die politischen Lager scheint nur eine Parole zu gelten: Wachstum und Vollbeschäftigung. Vor dem Hintergrund des oben beschriebenen Mechanismus, unserer zauberhaften Wirtschaftsordnung, kann dies nur als die totale Verirrung oder blanker Zynismus empfunden werden. Alle Programme, Beschäftigung in  gesättigten Märkten und bei steigender Produktivität erhöhen zu wollen, sind ein blanker Hohn; wozu sollte man das tun, wo doch genau das der Erfolg unserer Wirtschaft ist, die Erzeugung alles Notwendigen mit immer weniger oder gar ohne Zutun von Menschen?</p>
<p>Das, was wir doch wirklich wollen, ist dass der erste Kreislauf, „Kreativiät – Überschüsse – mehr Freiheit und Kreativität“ usf. voll zum tragen kommt. Wir wollen, dass der ursprüngliche Zweck der Wirtschaft voll zur Entfaltung kommt, nämlich dass sie alle Dinge, die wir benötigen, hervorbringt &#8211; unter minimaler Ver­schwen­dung menschlicher Lebenszeit! Frei sein für das, was uns selbst als wichtig erscheint (siehe auch [‎6]).</p>
<p>Was wir bestimmt nicht brauchen, sind Arbeitsplätze, die lediglich als Verteilungskriterium für den Güter­bezugsschein Geld dienen, und bei denen es egal ist, wie entwürdigend die Umstände einer solchen Arbeit sind.</p>
<p>Das einzige, was wir brauchen, ist das Bewusstsein und den Mut, das erkannte Unrecht beim Namen zu nennen und Gegensteuer zu geben: Alle Menschen in diesem Land sind gleich und deshalb müssen ihnen, zumindest rechnerisch, die Erträge aller natürlichen Ressourcen des Landes auch gleichmässig zu Gute kommen. Es gibt beispielsweise keine Argumentation, warum einem jeden Schweizer nicht der 7.7 Millionste Teil des Bodens der Schweiz gehören sollte respektive er oder sie nicht die Nutzniesser der damit erzielten Erträge sein sollten. Dies würde nach Abzug von allgemeinen Flächen etwa 2000 m2 (!) pro Person bedeuten. Man stelle sich das mal vor! Gerecht, und genug Grund, ein Auskommen ohne Sorgen zu erzielen.</p>
<p>Aber egal welche Änderungen der Spielregeln der Souverän letztlich hervorbringt, es muss darauf hinauslaufen, dass ein bestimmter prozentualer Teil des BIP, ohne die Verpflichtung zu einer immer weniger verfügbaren und weniger würdevollen Lohnarbeit, den Menschen gleicher­massen verfügbar gemacht wird. Dadurch würde jeder Bürger dieses Landes quasi durch seine Geburt zu einer Art Angestellter der Gemeinschaft. Für Bedürfnisse, die über eine solche Grundsicherung (siehe z.B. Bürgersold) hinausgehen, muss sich der Bürger nach wie vor eine bezahlte Arbeit in der Wirtschaft suchen. Vielleicht findet er eine, er muss es aber nicht mehr.</p>
<p>Ein erster Schritt zur Finanzierung könnte die Wiedereinführung einer angemessenen Erbschaftssteuer sein ([‎1]), ein weiterer der Übergang der Geldschöpfung in die öffentliche Hand sein ([‎8]) zur Erhaltung von Kaufkraft und fairen Verteilung von Zinserträgen.</p>
<p>Die Zeit ist reif zu handeln, denn die wahrscheinlichen und prognostizierten Alternativen, wie z.B. gewaltsame Aufstände der Geprellten, sind bestimmt nicht, was wir alle wollen.</p>
<p>Alle Signale zeigen, dass es Zeit ist und dass die Voraussetzungen gegeben sind, den Zauberspruch zurückzunehmen, die Spielregeln zu ändern, und eine Wirtschaft zu schaffen, die uns allen zu Gute kommt, eine wahre Wirtschaft für uns alle &#8211; eine, die weltweit schweizeri­sche Massstäbe setzen würde.</p>
<p>Literatur:</p>
<ol>
<li>Reichtum ohne Leistung, Die Feudalisierung der Schweiz, Hans Kissling, 2008</li>
<li>Milliardäre basteln sich ihre Schweiz zurecht, Michael Soukup, Spiegel-online vom 24.5.2008</li>
<li>Per Saldo, Dr. Dieter Petschow, 2009</li>
<li>Kurzbeschreibung der aktuellen Finanzkrise, Alexander Czerny, 2009</li>
<li>Der gerechte Lohn, www.egon-w-kreutzer.de, Egon W. Kreutzer, 2009</li>
<li>Initiative Freiheit statt Vollbe­schäftigung, www.freiheit­statt­voll­­beschaeftigung.de/</li>
<li>Die 29 Irrtümer rund ums Geld, Helmut Creutz, 2004</li>
<li>Geldschöpfung in öffentlicher Hand, Joseph Huber, James Robertson, 2008</li>
<li>The End of Work, by Jeremy Rifkin, 2004/1995</li>
<li>Grenzen des Wachstums, von Donella Meadows et al, 2006</li>
<li>Was bewirkte der Bürgersold in Athen? Tagesanzeiger vom 10.10.2009</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>WFU &#8211; Wirtschaft Für Uns</title>
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		<description><![CDATA[&#8230; fördert eine Wirtschaft, die den Zielen einer ganzen Gesellschaft dient. Unseren Kindern gewidmet: Mögen sie blühen auf dem Boden, den wir bestellen. Von Gerold Lauper, 8053 Zürich Die Legitimation unserer Marktwirtschaft In einer fast endlos scheinenden Kette von Entscheidungen haben wir uns als Gesellschaft letztendlich für unsere heutige Marktwirtschaft entschieden. Über Jahrhunderte hinweg haben [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ellupo.wordpress.com&amp;blog=4154502&amp;post=16&amp;subd=ellupo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; fördert eine Wirtschaft, die den Zielen einer ganzen Gesellschaft dient. Unseren Kindern gewidmet: Mögen sie blühen auf dem Boden, den wir bestellen.</p>
<p>Von Gerold Lauper, 8053 Zürich</p>
<h2>Die Legitimation unserer Marktwirtschaft</h2>
<p>In einer fast endlos scheinenden Kette von Entscheidungen haben wir uns als Gesellschaft letztendlich für unsere heutige Marktwirtschaft entschieden. Über Jahrhunderte hinweg haben zu jeder Zeit viele Kräfte um die Oberhand gerungen und uns letztlich immer das gebracht, was die Epoche am nötigsten brauchte. Vor nicht allzu langer Zeit war die Frage nach sicherer Versorgung eine Hauptmotivation für grosse Teile der Gesellschaft. Wie es immer ist, wurden alle anderen Ziele als sekundär wahrgenommen und dem Hauptziel untergeordnet. Entsprechend dem Motto, wenn du am Ertrinken bist, fragst du nicht, wer dir die rettende Hand hinhält, haben wir ein marktwirtschaftliches System entwickelt, dessen Regeln v.a. eines förderten: phantastische Kreativität in der Imagination, wie die Versorgungsbedürfnisse befriedigt werden können mit einer permanenten Zunahme der Produktivität: immer mehr, in immer weniger Zeit, zu immer tieferen Kosten. Diese ursprüngliche Legitimation der heutigen Marktwirtschaft muss von uns allen, der ganzen Gesellschaft, immer wieder überprüft werden. So wie jedes System, jede Lösung immer nur eine Antwort auf eine Fragestellung ist, so ist auch die Marktwirtschaft mit ihren Regeln nur eine Antwort auf eine Frage, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit einmal stellte: sichere Versorgung. Mittlerweile ist offensichtlich, dass der entwickelte Produktionsapparat mit Sicherheit so viel leistet, dass man ohne bedenken sagen kann, dass sein Hauptziel, eben diese Versorgungssicherheit, erreicht worden ist. Damit ist wieder eine neue Epoche angebrochen. Wieder werden Entscheidungen gefällt, wieder werden die Spielregeln angepasst. Wir alle müssen wach sein und uns unserer wirklichen Bedürfnisse bewusst sein, um richtig handeln und entscheiden zu können.</p>
<h2>Unsere Wirtschaft als Antwort auf unsere Werte</h2>
<p>Wir müssen uns darüber im Klaren sein, welche Werte unsere Motivationen untermauern, und wir müssen uns fragen, ob unser Vorgehen, unser Handeln im Rahmen unserer freien Marktwirtschaft auch aus heutiger Sicht das bringt, was wir uns als ganze Gesellschaft und als einzelnes Individuum vorstellen. Wenn wir, als Analogie, als Familie ein Ferienarrangement buchen, dann diskutieren wir vorgängig unsere Wünsche, unsere Prioritäten und suchen schliesslich ein Arrangement, das bestmöglich unseren Vorstellungen zu entsprechen scheint. Erst wenn wir die Ferien antreten, wenn wir also die möglicherweise lange Anreise auf uns nehmen, werden wir herausfinden, ob das Ferienerlebnis schliesslich unsere Erwartungen erfüllt. Wie eine Familie, so haben wir als Individuen in der Gemeinschaft eine Reihe von Vorstellungen und Wünschen, wie unser Leben aussehen soll. Mit dem Unterschied, dass wir dieses „Arrangement&#8220; sozusagen mit der Geburt unfreiwillig antreten und dass die Vorstellungen in Übereinstimmung mit der Zeit, in der wir leben, schon mehr oder weniger explizit formuliert sind. Beim Ferienarrangement erleben wir die Ferien und beurteilen fortlaufend, ob unsere Erwartungen erfüllt wurden. Tun sie das nicht, können wir in zweierlei Art reagieren: Wir können für das nächste Mal unsere Erwartungen anpassen oder wir können das Ferienarrangement anders gestalten. Unsere Marktwirtschaft ist, wie das Ferienarrangement, eine Antwort auf unsere Bedürfnisse und unsere Vorstellungen.</p>
<h2>Wirtschaftssystem auf dem Werteprüfstand</h2>
<p>Erfüllt die Wirtschaft nicht mehr unsere Erwartungen, so müssen wir sie korrigieren und anpassen. Zwar wurden wir unfreiwillig in dieses „Arrangement&#8220; hineingeboren, doch damit endet die Unfreiwilligkeit. Mit jedem Tag auf dieser schönen Erde nimmt die Verantwortung für unser Handeln zu. Und dieses Handeln ist massgeblich abhängig von dem von uns erreichten Bewusstsein. Ruhiges Nachdenken, stille Klarheit und Besinnung auf das Wesentliche, ermächtigen uns Fragen zu stellen, die unser Bewusstsein erhellen. Nur so sind wir in der Lage, das loszulassen, was weder für uns selbst noch für uns alle hilfreich ist. Fragen sollen ans Tageslicht bringen, wie weit wir mit unserem „Arrangement&#8220; zufrieden sein können und sollen. Die Fragen ergeben sich ganz einfach, indem wir unsere mehr oder weniger explizit ausgesprochenen Vorstellungen ins Bewusstsein rücken und diese mit dem Erlebnis, also den Fakten vergleichen. Als Gemeinschaft bilden wir einen Staat und als solcher heissen wir eine Marktwirtschaft für gut, weil sie uns dienlich ist. Die Gemeinschaft ist ganz klar der Ausgangspunkt und Staat und Wirtschaft haben dienenden Charakter. Deshalb formulieren wir die obersten Ziele und Richtlinien in der Verfassung unseres Staates als einen expliziten Ausdruck unserer Vorstellung, wie das Leben sich anfühlen sollte. Erwartungen auf der Ebene der Gemeinschaft verbinden sich mit solchen auf der individuellen Ebene. Maslow zufolge streben wir auf letzterer die Befriedigung von Bedürfnissen auf verschiedenen hierarchischen Ebenen an:</p>
<ul type="square">
<li>Physiologische Bedürfnisse: Versorgung durch Güter und Dienstleistungen</li>
<li>Sicherheits-Bedürfnisse: Nachhaltigkeit, Wachstum, Gesundheit, Profit</li>
<li>Soziale Bedürfnisse: Sozialisierung der Mitarbeiter (Gemeinschaft)</li>
<li>Ich-Bedürfnisse: Nutzen der Fähigkeiten der Mitarbeiter (Anerkennung)</li>
<li>Selbstverwirklichung: Wachstum der Persönlichkeiten der Mitarbeiter.</li>
</ul>
<p>Motiviert durch diese persönlichen Bedürfnisse und deshalb nicht im Widerspruch zu diesen sind die staatlichen Maximen seit der Aufklärung formuliert:</p>
<ul type="square">
<li>Gleichheit</li>
<li>Freiheit</li>
<li>Demokratie</li>
<li>Frieden</li>
</ul>
<p>Dies sind die Vorstellungen, respektive Werte, die mehr oder weniger sichtbar, in unserer Gemeinschaft verankert sind. Unsere Institutionen sind dann legitimiert, wenn unser „Arrangement&#8220;, also unsere Marktwirtschaft, für alle ein „Erlebnis&#8220; (sprich Ergebnisse) liefert, das dauerhaft diese Erwartungen erfüllen kann. Dort, wo wir offensichtlich erkennen können, dass das Erleben nicht mit unseren Werten und Vorstellungen übereinstimmt, können wir auch hier zweierlei tun: Wir können uns eingestehen, dass wir die postulierten Werte eigentlich gar nicht haben oder wir müssen wir uns Klarheit darüber verschaffen, was es ist, das uns darin hindert, richtig zu handeln, und Korrekturen einzuleiten.</p>
<h2>Fakten zum Erlebnis Marktwirtschaft</h2>
<p>Was wir mit Blick auf die Resultate unserer Marktwirtschaft erleben, ist das Folgende:</p>
<ul type="square">
<li>wir arbeiten täglich viel mehr Stunden, als für den Erhalt unseres jetzigen Lebensstils notwendig ist</li>
<li>der in den täglich geleisteten Extrastunden angesammelte Wohlstand kommt uns nicht zu Gute; dennoch müssen wir um unsere Altersversorgung bangen</li>
<li>seit über 100 Jahren steigern wir unsere Produktivität; das heisst immer weniger Personen produzieren in immer kürzerer Zeit das Notwendige. Dennoch
<ul type="circle">
<li>verkürzt sich die persönliche Arbeitszeit nicht</li>
<li>muss ich um meine persönliche Versorgungssicherheit bangen (ohne Job kann ich sofort nicht mehr wohnen etc.)</li>
<li>muss ich um meinen Job bangen</li>
</ul>
</li>
<li>Energie ist heute der wichtigste Produktionsfaktor neben der Arbeit. Produktivitätssteigerung und Rationalisierung werden massgeblich durch die Verwendung von Energie ermöglicht. Die Energie wird aus der Natur genommen, die uns allen gehört. Wir werden aber nicht dafür entschädigt und haben nur einen unsicheren Arbeitsplatz.</li>
<li>zusammen mit der Produktivitätszunahme sind die Firmengewinne in den letzten 30 Jahren um Faktoren gestiegen und die Wirtschaft hat sich immens ausgedehnt, aber die Reallöhne sind gleich geblieben. Dass es vielen Familien subjektiv besser geht, erscheint vor dem Hintergrund einer durchschnittlich gestiegenen Familienarbeitszeit (die Frau arbeitet nun auch) nicht mehr als Verbesserung.</li>
<li>obwohl wir als Arbeitnehmer die Quelle und der Grund für die Technologieentwicklung und Produktivitätszunahme sind,
<ul type="circle">
<li>partizipieren wir nicht über eine Lohnzunahme</li>
<li>partizipieren wir nicht an der Wohlstandszunahme (Ausdehnung des Kapitals über den Überschuss/Profit)</li>
<li>haben wir keine Rechte, weder an den Patenten, noch an den Erzeugnissen</li>
<li>nehmen die Möglichkeiten der Befriedigung der von Maslow formulierten individuellen Bedürfnisse ständig ab</li>
</ul>
</li>
<li>gerade weil wir unbesehen (oder aus Angst) eine Marktwirtschaft mit systemischen Mängeln (Wachstumszwang) unterstützen und weitertreiben
<ul type="circle">
<li>treiben wir die Preise der wesentlichen Güter in die Höhe und machen sie für uns selbst unerschwinglich</li>
<li>stossen wir mit exponentiellem Ressourcenverbrauch an ökologische Grenzen und zerstören unseren wichtigsten Reichtum, unseren Lebensraum</li>
</ul>
</li>
<li>die Gleichheit hat sich wirtschaftlich ausserordentlich verschlechtert. Die oberen 10% der Gesellschaft besitzen mehr als die unteren zwei Drittel und verdienen mehr als das untere Drittel zusammengenommen. Und die Trends sind klar: Beispielsweise haben sich in den 80erjahren in der BRD alle Verschiebungen von Vermögen nur von den unteren Klassen zu den oberen ereignet.</li>
<li>die Freiheit braucht Sicherheit und Freizeit. Die hoch rationalisierte Wirtschaft braucht immer weniger Arbeitskräfte und rekrutiert diese immer willkürlicher und kurzfristiger von überall her. Um den Job zu behalten, muss mit höchstem Engagement gearbeitet zu werden. Sicherheit und Freizeit nehmen ab, und damit
<ul type="circle">
<li>die Grundlage für Freiheit, nämlich individuelle ökonomische Sicherheit</li>
<li>die Möglichkeit und der Wille sich für Demokratie und Gemeinschaft einzusetzen.</li>
</ul>
</li>
<li>Die Auswirkungen grosser Institutionen auf die Demokratie sind hinlänglich untersucht. Grundsätzlich untergraben sie jede Demokratie. (lag)</li>
<li>Frieden ist immer dann nicht gewährleistet, wenn sich eine Gruppe von Menschen von einer anderen übervorteilt fühlt. Dies ist besonders bei einer globalisierten Marktwirtschaft gegeben, bei der Besitzer, die nicht aus der Region stammen, aus dieser Ressourcen beziehen, um ihre Gewinne zu steigern, letztlich aber den Menschen der Region keine permanenten Vorteile bringen.</li>
</ul>
<h2>Gleichheit als Grundlage für Sicherheit und Permanenz</h2>
<p>Es ist nicht schwer, zu erkennen, dass die von uns akzeptierten Regeln des marktwirtschaftlichen Systems offensichtlich nicht zu den Resultaten führen, die unseren postulierten Werte entsprechen würden. Im Zentrum steht die Frage der Gleichheit. Wenn wir Gleichheit postulieren, dann meinen wir nicht, dass wir im Alltag alle gleich sind, aber wir meinen, dass alle das gleiche Recht an den Ressourcen dieses Planeten haben. Der Markt ist vollständig von diesen Ressourcen abhängig, gehört aber nur wenigen. Wir sind wiederum vollständig von den Erzeugnissen dieses Marktes abhängig, dessen Inputs uns allen gehören, die Erzeugnisse aber interessanterweise nicht. An dieser Stelle muss der Bewusstseinssprung stattfinden. Wir müssen uns bewusst werden, dass unsere Marktwirtschaft zwei wesentliche systemische Fehler hat: i) keine Permanenz (immanente Wachstumstendenz), ii) keine Gleichheit. Die notwendige Bewusstseinsänderung muss dazu führen, dass wir einsehen, dass wir die „Spielregeln&#8220; ändern müssen, um Gleichheit, Freiheit, Demokratie und Frieden zu gewährleisten.</p>
<h2>Die systemischen Fehler der Marktwirtschaft.</h2>
<p>Prof. Christoph Binswanger erläutert, dass die neoklassische Theorie auf zwei Annahmen beruht, die falsch sind. Erstens ist das Geld nicht neutral, sondern es ergreift Partei, in dem es sich immer in Richtung der schon Habenden bewegt und damit zunehmende Ungleichheit erzeugt. Zweitens wird von einem wirtschaftlichen Kreislauf ausgegangen, der von einem Gleichgewicht zwischen der produzierenden und der konsumierenden Seite ausgeht. Diese Annahme ist ebenfalls falsch, denn die Wirtschaft ist nicht statisch, sondern ändert sich dynamisch über der Zeit und wächst in exponentieller Form bis in die totale Erschöpfung der Ressourcen. Diese beiden Tendenzen sind eigentlich nicht akzeptabel, da die mangelnde Permanenz unser Lebensgrundlagen zerstört und die zunehmende Ungleichheit unsere soziale Grundlage vernichtet. Was führt uns dazu, hier einfach weiterzuarbeiten, als ob nichts geschehen würde? Ist es die Hoffung, es vielleicht doch irgendwie zu schaffen, am Schluss zu den Habenden zu gehören, sich also vom Geld korrumpieren zu lassen und dann die postulierten Werte selbst zu verneinen? Oder ist es die Angst sich durch das Pochen auf Grundwerte mehr Nach- als Vorteile einzuheimsen?</p>
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